Golf ist ein geselliger Sport. Wir lieben gemeinsame Runden, gute Gespräche auf dem Fairway, kleine Sticheleien nach einem verzogenen Abschlag und das gemeinsame Kopfschütteln, wenn der Ball mal wieder genau das macht, was er nicht sollte.
Aber so schön eine große Runde auch klingt: Auf dem Golfplatz ist bei vier Personen Schluss. Ein Flight besteht aus maximal vier Spielerinnen oder Spielern. Nicht, weil wir ungesellig sind. Nicht, weil wir Euch trennen wollen. Sondern weil Golf nur dann für alle entspannt bleibt, wenn der Spielfluss funktioniert.
Bei uns auf der Anlage ist es zum Glück oft nicht ganz so voll wie auf vielen anderen Plätzen. Manchmal hat man das Gefühl: „Ach, da ist doch genug Platz, da stört es doch niemanden.“ Genau da beginnt aber die kleine Gewohnheitsfalle. Was sich bei uns an einem ruhigen Tag vielleicht harmlos anfühlt, ist auf anderen Golfanlagen ein echtes No-Go — und auch bei uns kann es an gut gebuchten Tagen sofort zu Verzögerungen führen.
Denn ein fünfter Spieler bedeutet nicht einfach nur „eine Person mehr“. Es bedeutet einen zusätzlichen Abschlag, einen weiteren Ball, der gesucht werden kann, einen weiteren Annäherungsschlag, einen weiteren Putt, eine weitere Scorekarte und meistens auch ein bisschen mehr Gesprächsbedarf. Aus „wir spielen nur ganz locker“ wird dann schnell: Die Gruppe dahinter wartet. Und die dahinter auch. Und irgendwann steht der ganze Platz.
Deshalb unsere herzliche Bitte: Gewöhnt Euch das Spielen zu fünft gar nicht erst an. Auch nicht „nur mal kurz“, „nur auf ein paar Löcher“ oder „weil heute ja nichts los ist“. Teilt Euch lieber in zwei Flights auf, startet mit etwas Abstand und genießt die Runde trotzdem gemeinsam — nur eben fairer, flüssiger und golfplatzfreundlicher.
Vier im Flight sind gesellig, übersichtlich und überall richtig. Fünf sind leider einer zu viel.
Rough, aber herzlich gesagt: Vier sind ein Flight. Fünf sind eine Warteschlange.

